Wasserqualität und Klima

Erfassung von Wasserqualitätsparametern
Implementierung der 'FerryBox' auf FINO3

Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH
Operationelle Systeme – In-Situ-Verfahren

Die Wasserqualität in küstennahen Meeresgebieten hängt vom Stofftransport aus den Flüssen, von Durchmischungsvorgängen sowie von chemisch-biologischen Umsetzungsprozessen ab. Wie sich die Nährstofffrachten in der Nordsee im Detail verteilen und in verschiedenen Gebieten das Algenwachstum beeinflussen, ist nur lückenhaft bekannt. Die Abteilung „In-situ-Verfahren“ des Helmholtz-Zentrums Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH hat sich deshalb auf die Entwicklung und Qualifizierung neuer Messsysteme und Sensoren auf Bojen, Messpfählen und Schiffen spezialisiert.

Genutzt werden die automatisierten Analyse-Techniken u.a. im EU-Projekt „Ferrybox“, in dem Schiffe verschiedener europäischer Fährrouten mit Messgeräten ausgestattet wurden, die während der Reise automatisch das Wasser analysieren. Neben klassischen
Parametern wie Temperatur und Salzgehalt können die entwickelten Sensoren beispielsweise direkt die Wassertrübung, den Sauerstoff- und Nährstoffgehalt und die im Wasser enthaltenen Algen bestimmen.

Die Systeme werden inzwischen routinemäßig zur Beobachtung der Wasserqualität auf verschiedenen Schiffen in der Nordsee eingesetzt. Im Winter 2010 soll eine weitere Ferrybox auf FINO3 in Betrieb gehen. Die Systeme sind wesentlicher Teil des neuen Beobachtungssystems „COSYNA“ (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas). Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Verwendung der gemessenen Daten zur mathematischen Beschreibung von Prozessen.

Funktionsweise der 'FerryBox'
Funktionsweise der 'FerryBox'

Messdaten

Die Messdaten der Ferrybox auf FINO3 können auf der folgenden Website des Helmholtz-Zentrum-Geesthacht angesehen werden.

Ferrybox-Messdaten

Zur Webseite mit den Ferrybox-Messdaten

Projektinformationen als PDF [PDF, 1,1 MB]
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FINO3