FINO - Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee
Im Januar 2002 wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass in drei potenziellen Eignungsgebieten in unmittelbarer Nähe von geplanten und beantragten größeren Offshore-Windparks drei Forschungsplattformen in Nord und Ostsee (FINO) errichtet werden.FINO1, 45 Kilometer nördlich von Borkum, wird seit 2003 durch den Germanischen Lloyd unterhalten. Auf FINO2, 40 Kilometer nordwestlich von Rügen, werden seit 2007 Daten gesammelt. FINO3, 80 Kilometer westlich von Sylt, wird seit Ende August 2009 von der Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH betrieben.

Standorte der FINO-Plattformen
Ziele
Auf den Forschungsplattformen werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Blitzmessungen
- Messungen der Windstärke und Turbulenzen in Abhängigkeit von der Höhe
- Messungen der Wellenhöhe und Wellenausbreitung
- Messungen der Stärke der Meeresströmungen
- Beschaffenheit des Meeresuntergrundes
- Messungen der Dichte des Schiffsverkehrs in der Umgebung
Die Ergebnisse sollen u.a dazu beitragen, noch bestehende Unsicherheiten bei der Entwicklung Offshore-geeigneter Windkraftanlagen und stabiler preiswerter Fundamente zu beheben.
Außerdem findet auf den Plattformen im Auftrag des BMU ökologische Begleitforschung unter anderem zu Fragen
- des Vogelzugs,
- des Schweinswalvorkommens,
- der Benthosgemeinschaften sowie
- der Vermeidung von Umweltschäden durch Schiffskollisionen
statt. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, noch bestehende Unsicherheiten bzgl. der technischen Auslegung der Anlagen zu klären und die Kenntnislücken über die Biotope in diesen Gebieten und ihre Veränderung während des Baus von Offshore-Windparks zu schließen.





