Kurzmeldungen

Zwei neue Forschungsprojekte

Freitag, den 06. Januar 2012 um 07:12 Uhr

Zwei neue mit FINO3 assoziierte Projekte werden vom Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Die Forschungsprojekte von Dr. Mohammed Es-Souni und Dr.-Ing. Constantin Kinias, Professoren der Fachhochschule Kiel, haben die Entwicklung und Erprobung neuartiger Korrosionsschutzoberflächen sowie die Arbeitsschutzorganisation beim Bau und Betrieb von Offshore-Bauwerken zum Ziel. Beide Projekte stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit FINO3 und sollen die Forschungsplattform als Versuchsträger aber auch die bei Bau und Betrieb der Plattform bereits gemachten Erfahrungen nutzen.

Am 20. Dezember wurden die Zuwendungsbescheide von Staatssekretärin Zieschang an die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH übergeben (s. Meldung des Landes SH). Die Förderung erfolgt mit Landesmitteln nach Maßgabe der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Technologietransfer.


   

Betreiberwechsel bei FINO1

Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 14:22 Uhr

Fino1Die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH hat den Zuschlag zur Betriebsführung der Forschungsplattform FINO1 bis Ende 2016 erhalten.

Im Sommer 2011 war die FINO1-Betriebsführung vom Projektträger Jülich im Auftrag des BMU ausgeschrieben worden. Die Auswertung des Wettbwerbs endete im November 2011 und der Zuschlag erfolgte im Dezember 2011.

Die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH wird sich für die neuen Aufgaben personell verstärken und hat entsprechend offene Stellen zu besetzen. Die Übergabe der Betriebsführung vom Germanischen Lloyd als langjährigem FINO1-Betreiber an die FuE GmbH soll in einer bereits im Januar beginnenden dreimonatigen Phase erfolgen.

Die Forschungsplattform FINO1 liegt etwa 30 Seemeilen nördlich von Borkum an der Westseite des Offshore-Windparks Alpha-Ventus. Sie ist im Unterschied zu FINO3 auf einem Jacket-Fundament gegründet und mit einer Richtfunkverbindung ausgestattet.

   

AIS Aufzeichnungen

Mittwoch, den 30. November 2011 um 00:00 Uhr

Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion hat die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH mit der Aufzeichnung von AIS-Daten beauftragt. Die Daten des Automated Identification System werden von allen entsprechend ausgestatteten Seeschiffen - ausrüstungspflichtig sind Schiffe über 20 Meter Länge oder 300 BRZ (Bruttoraumzahl) - per UKW-Funk ausgestrahlt und umfassen neben schiffsbezogenen Angaben insbesondere Informationen zur aktuellen Fahrtrichtung und Geschwindigkeit.

Da solche Schiffsmeldungen aus küstenfernen Gewässern an Land nicht mehr empfangen werden können, werden diese nun auf FINO3 aufgezeichnet und an die WSD übertragen. Dort wird eine Auswertung vorgenommen, die Rückschlüsse z.B. auf die Verkehrsdichte und Hauptverkehrsströme in dem Seegebiet und mögliche Veränderungen durch den Bau von Offshore-Windparks ermöglichen soll.

   

Gamma-Strahlungsmessung läuft

Donnerstag, den 17. November 2011 um 08:00 Uhr

BfS_Antenne

Seit Anfang November ist auf dem Dach des Messgerätecontainers die Sonde des Bundesamtes für Strahlenschutz installiert. Seitdem liefert sie Daten für das nationale Messnetz zur Gamma-Ortsdosisleistung.

Die Messstelle der Kennung 010020002 wurde bereits seit dem 3. November auf odlinfo.bfs.de in der Liste für Schleswig-Holstein mit dem Status "Testbetrieb" geführt, allerdings erst einmal ohne Daten. Nach 14 Tagen konnten nun Grenzwerte berechnet und die Station auf "betriebsbereit" gesetzt werden. Die Daten werden im Routinebetrieb einmal täglich übertragen und auf der Website des BfS für das ODL-Messnetz publiziert. Es sind auch Zeitreihen auf der Seite einzusehen.

Im Gegensatz zu Messstellen an Land gibt es auf FINO3 keine terrestrische Komponente zur Ortsdosisleistung. Die Messwerte beinhalten lediglich die kosmische und die luftgetragene Komponente und sind daher deutlich geringer als an Land.

   

Vortrag in Südkorea

Montag, den 14. November 2011 um 23:00 Uhr

Vortrag_Korea

Am 10. und 11. November nahm FINO3-Projektleiter Jan Bachmann am zweitägigen International Workshop on Advancing the Offshore Wind Energy Industry in Seoul, Südkorea, teil. In etwa 60 Minuten Redezeit stellte er dort die Offshore-Forschung in Deutschland einem Publikum von etwa 200 Personen vor. Der Schwerpunkt seines Vortrages lag bei den FINO-Forschungsplattformen aber auch andere Forschungsprojekte und der Stand des Offshore-Ausbaus in Deutschland kamen zur Sprache.

Die Veranstaltung war von der Mokpo National University Seoul bzw. dem Offshore Wind Energy Center initiiert worden und wurde von der Regierung der Provinz JeollaNamdo unterstützt.

   

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