FINO3 - Forschungsplattform in Nord- und Ostsee Nr. 3
Forschungsplattform in Nord- und Ostsee Nr.3 - FINO3
Energie aus Offshore-Windenergieanlagen wird zukünftig maßgeblich dazu beitragen, das Erneuerbaren Energien-Gesetz der Bundesregierung umzusetzen. Es hat zum Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf einen Anteil von mindestens 35 % zu erhöhen. Die Offshore-Windparks vor der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste leisten dabei einen erheblichen Beitrag, denn Offshore herrschen sehr gute Windverhältnisse, die einen hohen Ertrag erwarten lassen. Zurzeit liefert die Windenergie den größten Anteil des erneuerbaren Stroms.
80 Kilometer vor Sylt, inmitten der zukünftigen deutschen Offshore-Windparks, steht die Forschungsplattform FINO3. Die Erfahrungen aus ihrem Betrieb und die Ergebnisse der zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekte, welche auf und an der Plattform durchgeführt werden, helfen den Windpark-Betreibern und Windenergieanlagen-Herstellern bei der Planung, dem Bau und beim zukünftigen Betrieb der Offshore-Windparks.
Das Projekt FINO3
In Schleswig-Holstein wurde Ende 2005 ein "Kompetenzzentrum Offshore Windenergienutzung - Nordsee Entwicklungsplattform für Technologie und Naturschutz (FINO3-NEPTUN)" eingerichtet, das vom Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein mit Landesmitteln und Mitteln der Europäischen Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurde.
Während der Phase I bis Ende Juni 2009 wurde die Plattform konstruiert und in der Nordsee errichtet. Die Phase II des Projektes - der Betrieb und fünf Forschungsprojekte - wurde bis Ende Juni 2012 vom BMU gefördert. In diesem Zeitraum förderte das Land Schleswig-Holstein zwei FINO3-Forschungsprojekte, die sich mit Messungen von Blitzen und Windturbulenzen beschäftigten. Die Phase III des Projektes - Betrieb der FINO3-Forschungsplattform 2012-2017 - startete mit Zusendung des Zuwendungsbescheids und umfasst den Zeitraum 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2017. Die Zuwendung des BMU stammt aus dem Sondervermögen "Energie- und Klimafonds". In den ersten drei Jahren werden im Unterauftrag vier neue Forschungsprojekte abgewickelt, die sich mit Schallfelduntersuchungen, Seegangserfassungen, Vogelzugforschung sowie meteorologischen Messungen beschäftigen.















